Give me hope, Corona …

Von Mo.

Bei uns in der Firma ist der Kri­sen­stab seit 26. Februar im Ein­satz, seit 13. März arbeite ich im Home Office. Heute ist der 8. Mai und noch nie ging die Zeit so schnell vorbei wie jetzt. Obwohl man «nur» zu Hause ist.

Zum Glück wohne ich, wie ich wohne. Mit 2 Kol­le­gin­nen haben wir eine WG in einem Ein­fa­mi­li­en­haus, glück­li­cher­weise mit genug Platz, so dass wir uns zum Arbei­ten ver­tei­len können.

Ins Home Office zu wech­seln, war für mich ein tie­ri­scher Stress. Übli­cher­weise halte ich Geschäft und Privat strikt getrennt. Die ersten zwei Wochen war ich zuhause unter­wegs wie ein geköpf­tes Huhn. Mir fehlte die Struk­tur, und das Chaos auf der Welt hat sich in meinem Hirn mani­fes­tiert. Yay, action!! War nicht easy … was haben wir damals gedacht, gelernt zu haben? Im Zwei­fels­fall Prosecco.

2 Wochen und eine stolze Alt­glas-Samm­lung später hatte sich die Situa­tion bei mir beru­higt, Okku­pa­tor Chaos hatte sich ver­zo­gen. Das war ganz ein­fach, ich habe die Medien aussen vor gelas­sen. Und den Prosecco.

Und dann kam: der Mensch.

Ich mag Men­schen, meis­tens. Oder: ich mochte Men­schen, bis die Krise kam. Es war span­nend zu sehen, wie sich der zwi­schen­mensch­li­che Umgang ver­än­derte. Einer­seits waren die Men­schen viel höf­li­cher zuein­an­der, ande­rer­seits hat mir eine Kol­le­gin ges­tern erzählt, wie sie gese­hen hat, dass ein Senior (Risi­ko­gruppe) beim Ein­kau­fen ange­spuckt wurde, im Sinne von er soll gefäl­ligst zu Hause blei­ben. Es gibt viele Bei­spiele, unmög­lich, die alle auf­zu­zäh­len. Die län­der­über­grei­fende Hys­te­rie wegen dem Klo­pa­pier hat mir ein biss­chen den Rest gege­ben. Was haben die Men­schen nur früher gemacht, als es noch kein Klo­pa­pier gab?? Genau 🙂

Ich kann mich als Mensch nicht aussen vor lassen, ich habe viel über mich gelernt in dieser Zeit, auch eini­ges, was mir nicht gefal­len hat. Nein, ich habe nicht für 2 Jahre ein­ge­kauft. Dafür habe ich jetzt bunt gefärbte Haare. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich hatte die Hoff­nung, dass die Bevöl­ke­rung und die Poli­tik aus der Krise lernt. Zwi­schen­mensch­lich (mit Respekt und Acht­sam­keit mit­ein­an­der umge­hen usw.), wirt­schaft­lich (brau­chen wir wirk­lich den Über­fluss, den wir haben usw.).

Mitt­ler­weile befürchte ich, dass der Mensch aus dieser Krise wenig lernt und nach dem Abklin­gen der Pan­de­mie alles weiter läuft wie vorher. Wie sagte einst ein schlauer Mit­bür­ger: nehmen Sie die Men­schen wie sie sind, andere gibt es nicht.

Aller­dings: Hoff­nung kostet ja nichts.

Wie auch immer, es bleibt span­nend, und wie wir alle wissen, ist die Ant­wort auf alle Fragen des Lebens: 42.

Dis­c­lai­mer: Die publi­zier­ten Bei­träge ent­hal­ten die Mei­nun­gen und Stand­punkte der Ver­fas­sen­den, nicht jene von Cro­nica Corona.

Und: Die Bei­träge sind nicht lek­to­riert, Fehler sind Cha­rak­ter und damit Teil der Authen­ti­zi­tät von Cro­nica Corona.

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